Aus den USA kamen zahlreiche Berichte, die zeigten, dass B. bronchiseptica ein bedeutender respiratorischer Erreger bei Katzen ist. Hoskins et al. gaben 1998 in einer Erhebung an 614 in einem Katzenheim versorgten herrenlosen Katzen in den USA eine Seroprävalenz von 24 % und eine Isolationsrate von 3,1 % an. Welsh berichtete 1996 von 11 Fällen einer B.-bronchiseptica-Infektion bei Katzen aus 10 verschiedenen Haushalten in der Umgebung von Oklahoma. Sieben Fälle endeten tödlich. Bei diesen war eine durch B. bronchiseptica hervorgerufene Pneumonie eine primäre oder signifikante Todesursache. In den meisten Fällen (7/11) handelte es sich um Jungkatzen unter 8 Wochen. Alle Fälle ergaben positive B.-bronchiseptica-Kulturen aus transtrachealen Aspirationen. Neun der Fälle stammten aus Katzenheimen für herrenlose Katzen, aus Katzenstationen oder aus Haushalten mit mehreren Katzen, zwei dagegen aus Haushalten mit nur einer Katze. In 3 Katzenrettungsstationen in den USA, in denen Katzen mit Infekten des oberen Respirationstrakts in der Anamnese versorgt wurden, konnte B. bronchiseptica bei 50 % aller Katzen isoliert werden. Dies entspricht weit höheren Isolationsraten als für FHV und FCV (siehe Tabelle 5).
Tabelle 5: Isolationsraten von B. bronchiseptica, FHV und FCV aus 3 Katzenheimen für herrenlose Katzen mit Infektionen des oberen Respirationstrakts in den USA (1997) Katzenheime für herrenlose Katzen | | Bb | FHV | FCV | Maine | n=19 | 68 % | 0 % | 47 % | Wisconsin | n=44 | 66 % | 0 % | 12 % | Minnesota | n=50 | 28 % | 16 % | 20 % |
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