Eine an der Universität Liverpool durchgeführte Erhebung untersuchte die Seroprävalenz von B. bronchiseptica in einer Reihe unterschiedlicher Katzenhaushalte (McArdle et al., 1994). Insgesamt hatten 72 % der 126 untersuchten Katzen schon einmal Kontakt mit B. bronchiseptica. Die höchsten Expositionsraten wurden in Haushalten mit mehren Katzen und in Katzenrettungsstationen beobachtet (83-87 %). In Privathaushalten mit 1-3 Katzen waren nach Probenentnahmen 29 % seropositiv (siehe Tabelle 1). Es wurde auch versucht, B. bronchiseptica aus Rachenabstrichen von Katzen mit und ohne Symptome eines Infektes des oberen Respirationstrakts zu isolieren. B. bronchiseptica ließ sich nur bei Katzen mit respiratorischen Erkrankungen isolieren oder bei den Tieren, die mit diesen Katzen Kontakt hatten. Wie aus Tabelle 1 hervorgeht, zeigte sich außerdem, dass die Prävalenz von Antikörpern gegen B. bronchiseptica bei Katzen mit einem Infekt des oberen Respirationstrakts in der Anamnese etwa 85 % betrug, aber bei Katzen ohne diese Anamnese etwa 30 %. Diese Befunde sprechen dafür, dass der zurückliegende Kontakt mit dem Bakterium nicht zufällig war, sondern mit einer Erkrankung einherging. Tabelle 1: Prävalenz seropositiver Katzen in der Liverpool-Studie (McArdle et al., 1994) Quelle/Katzen pro Haushalt | Respiratorische Erkrankung in der Anamnese | Anzahl getesteter Katzen/ seropositiv | Katzenrettungsstation | + | 34/41 (83 %) | Privathaushalt, >3 | + | 48/55 (87 %) | | - | 3/9 (33 %) | Privathaushalt, 1-3 | - | 6/21 (29 %) |
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