Erhebungen, wie sie von Binns et al. (1999) durchgeführt wurden, erbrachten sehr viele Informationen zur Epidemiologie der Erkrankung. Ziel dieser Studie an 740 Katzen war es, die Prävalenz der B.-bronchiseptica-Infektion abzuschätzen und Risikofaktoren zu identifizieren, die für eine Infektion prädisponieren könnten. B. bronchiseptica wurde aus 11 % aller Katzenproben isoliert; 19,5 % von Katzen aus Katzenrettungsstationen, 9 % bei Katzen aus Zuchtstationen und 13,5 % bei Katzen aus Forschungseinrichtungen sowie 8,1 % aus Haushalten mit 1-3 Katzen. Bei Tieren aus Katzenzuchtstationen war eine signifikante Verbindung zwischen einer B.-bronchiseptica-Infektion und respiratorischen Erkrankungen nachzuweisen. McArdle et al. (1994) wiesen serologisch in der Liverpool-Studie ähnliche Resultate nach. In dieser Studie waren die höchsten Expositionsraten in Haushalten mit mehreren Katzen und in Katzenrettungsstationen (83-87 %) zu beobachten. In Privathaushalten mit 1-3 Katzen hatten dagegen in der Vergangenheit nur 29 % der Tiere Kontakt. In einer italienischen Studie an 162 Katzen wiesen Pennisi et al. (1999) in Katzenheimen mit über 20 Katzen eine Isolationsrate von 38,5 % nach, eine Rate von 24,8 % in Haushalten mit mehreren Katzen und von 4 % in Haushalten mit einer Katze. Die Befunde dieser und anderer Studien (Pedersen 1988) sprechen dafür, dass eine feline Infektion mit B. bronchiseptica unter Feldbedingungen bei allen Katzen auftreten kann, aber vor allem mit Bedingungen wie Überbelegung und Stress assoziiert ist. |